Neue Formate

Die außergewöhnlichen Zeiten fordern uns auch als Kirchengemeinde heraus, neue Formate zu entwickeln. Ganz besonders an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen möchten wir möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, Gottesdienste mitzufeiern. Hierfür haben wir unterschiedliche Angebote und Wege entwickelt. So kann sich jede und jeder das aussuchen, bei dem er sich am besten in diesen Tagen aufgehoben fühlt. Generell gilt: Wir geben hier den Stand der Planungen Mitte November wieder. Bitte informieren Sie sich auf unserer Homepage und im Amtsblatt über eventuelle Änderungen. Hier die Angebote im Einzelnen:

Wieder Christbaumsingen

Am 13. Dezember findet um 17.00 Uhr wieder das traditionelle Christbaumsingen mit Posaunenchor an der Johanneskirche statt.

Kind oder König

Am Montag, 7. Dezember laden die Glocken der Kirchen in Baden-Württemberg um 19.30 Uhr zum Ökumenischen Hausgebet im Advent ein. Hefte mit Liedern und Gebeten liegen in den Kirchen aus.

„KiKi to go“

Weil das Einhalten von Sicherheitsabständen in der Kinderkirche schwierig ist und wir einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten wollen, haben wir beschlossen, im Dezember „Kinderkirche to go“ anzubieten. Jeden Sonntag bekommen Kinder, die sonst in die Kinderkirche kommen, einen Gruß der Kinderkirche nach Hause gebracht.

Eltern, die ihre Kinder gern auch mit auf dem Verteiler hätten, können sich einfach im Pfarramt MLK (Tel. 6541 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) melden. 

Gerne hätten wir die Tische im Gemeindehaus wieder adventlich geschmückt, Kaffee gekocht, Marmelade, Butter, usw. auf die Tische verteilt, Kerzen angezündet und Sie am Eingang ganz herzlich begrüßt. Doch leider müssen wir dieses Jahr coronabedingt auf unseren besonderen Vormittag verzichten.

Wir haben uns nun Folgendes ausgedacht:

In Zukunft neue Formen?

Die Zukunft des Krankenpflegevereins ist bei nüchterner Betrachtung absehbar. Die Mitgliederzahlen sinken, da jedes Jahr ältere Mitglieder sterben, aber keine jüngeren eintreten. Offensichtlich sind die Aufgaben, die der Krankenpflegeverein wahrnimmt, nicht bekannt oder nicht attraktiv.

Auch andere Krankenpflegevereine im Steinlachtal beschäftigen sich mit ähnlichen Problemen, worüber in einem gemeinsamen Workshop diskutiert wurde. Daraus entwickelte sich die Initiative zu einem Netzwerk Nachbarschaftshilfe, das dank vieler Ehrenamtlichen bereits jetzt Hilfe in der Coronazeit anbieten kann.

Unterkategorien

Seite 1 von 2

Angedacht

Klar und deutlich!

Das Weihnachtsfest wird dieses Jahr anders. Viele Gewohnheiten und Rituale fallen weg. Nicht mal die Kirchen dürfen dieses Jahr an Heiligabend voll sein. Und wie man in Coronazeiten mit der Familie feiern soll, ist – wie vieles zurzeit – momentan auch völlig unklar.

Aus dem sonst üblichen Weihnachtsstress ist diesmal eine Weihnachtssorge geworden. „An Weihnachten will ich gar nicht denken!“, hat mir neulich jemand gesagt und mancher fragt sich, was überhaupt noch von diesem Fest bleibt und wie alles werden soll. Und auch über Weihnachten hinaus herrscht Unklarheit: Wie kommen wir durch den Winter? Wie entwickeln sich die Dinge überhaupt weiter?

So viel Unklarheit… vielleicht bin ich deshalb beim Lesen der Weihnachtsgeschichte an einem Wort hängen geblieben, das ich bis dato immer überlesen habe: Dem Wort „Klarheit“.

Als die Hirten nachts auf dem Feld bei ihrer Herde sind, tritt Gottes Engel zu ihnen, und dann heißt es: „Die Klarheit des Herrn leuchtete um sie“.

Bislang habe ich mir hier immer ein gleißendes Licht vorgestellt. Aber das würde ja nicht klären, sondern blenden, und das steht da auch gar nicht. Nicht mal der Verkündigungsengel leuchtet! Stattdessen umgibt die Hirten plötzlich die Klarheit des Herrn, also die Gegenwart Gottes. Diese Gegenwart klärt Dinge und bringt Verborgenes ans Licht.

Manchmal erschrickt man, wenn einem Dinge klar werden, und auch die Hirten fürchten sich zuerst. Doch dann sagt der Engel: „Fürchtet euch nicht!“ und verkündet die Geburt des Heilandes, Christus und seinen Frieden. Gott ist da. Er verbindet sich durch das Kind mit seinen Menschen und das heißt: Der Mensch hat eine Zukunft.

Da weicht die Furcht und die Hirten kommen in Bewegung. Sie wollen sehen, was los ist und brechen auf. Der „klärende Moment“ ist da schon wieder vorbei, doch er hat sie verändert. Sie haben durch ihn ein Ziel, das sie in Bewegung setzt, und sie brechen auf.

Gottes Botschaft klärt gerade auch heute. Weihnachten findet natürlich statt. Gottes Botschaft gilt klar und deutlich, egal wie der äußere Rahmen ist. Sicherlich ist manches in diesem Jahr anders und manche vertraute Gewohnheit vermissen wir schmerzlich. Doch der Kern dieses Festes bleibt fest wie seit über 2000 Jahren. Er hat Menschen auch schon durch viel schlimmere Zeiten getragen.

Die Begegnung mit dem Kind in der Krippe erfüllt Herzen inmitten der Dunkelheit mit Hoffnung auf den neuen Morgen, wie damals auch die Hirten, wenn es am Ende heißt: „Sie kehrten wieder um und priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten.“

Die Klarheit der Weihnachtsbotschaft leuchtet deshalb gerade auch heute. In alle Angst und Verunsicherung hinein ruft Gott: „Fürchtet euch nicht!“ und die Worte des Engels machen Mut und geben Zuversicht. Wir können aufbrechen, wie damals die Hirten zum Stall. Gottes neuer Morgen kommt. Es wird wieder hell. Darauf lasst uns schauen.

Ein frohes Weihnachtsfest und bis denne

Ihre und eure Pfarrerin

 

Frauke Dietz