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Immer wieder erlebe ich Sprachlosigkeit und Unsicherheit bei jungen Christen. Bei vielen Themen gibt es eher oberflächliche Antworten, manchmal auch gar keine und immer wieder erzeugen kritische Anfragen Ängste und Unsicherheit. Glaube wirkt dadurch manchmal wenig glaubwürdig und wie eine Insel, die nichts mit dem Leben zu tun hat.

Doch Glaube braucht sich nicht zu verstecken und stumm zu bleiben. Ganz im Gegenteil. Das Evangelium ist eine frohe und befreiende Botschaft, die fröhlich verkündigt werden will. Dazu braucht es aber Sprachfähigkeit.

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Eine Stadt sucht einen Mörder

(Deutschland,1931)
 Freitag, 27. Januar - 20.15 Uhr   

 Ein psychopathischer Kindermörder beunruhigt die Bevölkerung, narrt die Polizei und versetzt auch die Unterwelt in Aufregung. Während ein Kommissar dem Täter durch Indizien auf die Spur kommen will, sendet die Bettler- und Ganovenorganisation ihre Spitzel aus; in die Enge getrieben, flieht der Mörder in ein Sparkassengebäude, wo er von den Verbrechern gestellt wird. Erst in letzter Minute kann er vor dem Todesurteil eines makabren Unterwelttribunals bewahrt und der staatlichen Justiz übergeben werden.

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Wir planen eine Glaubenskurs zum Reformationsjubiläum: An vier Donnerstagabenden im neuen Jahr, vom 9. bis 30. März, möchten wir uns zusammen mit der Evangelischen Kirchengemeinde Belsen auf den Weg machen und die wichtigsten Erkenntnisse der Reformation für unsere Zeit und unseren Alltag neu entdecken. Die Kursabende werden im wöchentlichen Wechsel in Belsen und Mössingen stattfinden.

Beim Glaubenskurs „vergnügt. erlöst. befreit. einfach evangelisch“ geht es darum, über die vier Grundgedanken der Reformation in elementarer, konkreter und zeitgemäßer Form miteinander ins Gespräch zu kommen.

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Angedacht

Lange Nächte…

Nächte können lang werden. Für die Nachtwächter, die in früheren Zeiten Ausschau hielten nach Angreifern, Dieben oder möglichen Feuern, waren die Nächte oft lang. Stundenlange Langeweile bei voller Konzentration, mussten sie doch das entdecken, was möglichst nie eintreten sollte. Wie sehr sehnten sie den Morgen herbei.

Als ich in diesem Jahr zum ersten Mal die Stadt Wangen im Allgäu besuchte, hat mich das Altarbild von Rudolf Schäfer in der Evangelischen Stadtkirche dort sehr in den Bann gezogen. Der nebenstehende Ausschnitt zeigt einen Nachtwächter auf einem Turm hoch über der Stadt, im Hintergrund können wir das Alpenpanorama erkennen.

Das Bild ist mir wieder eingefallen, als ich den Monatsspruch für Dezember aus Psalm 130,6 las: „Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen.“

Wenn es doch endlich Morgen würde – diesen Seufzer kennen nicht nur Nachtwachen. Manche leiden unter langen Nächten, in denen sie nicht schlafen können, weil Schmerzen ihnen den Schlaf rauben, weil Sorgen sie belasten, weil es nicht nur draußen, sondern auch in der eigenen Seele dunkel ist. Und so warten sie auf den Morgen, darauf, dass es äußerlich und innerlich hell wird. Vermutlich werden nachts sehr viel mehr Gebete gen Himmel geschickt als tagsüber. Denn wir sehnen uns nach Gottes Nähe, nach seinem Licht. Doch nicht immer werden unsere Gebete sofort erhört. Nicht selten machen wir die Erfahrung, dass wir wie der Psalmbeter warten müssen, um die Nähe Gottes spürbar zu erleben. Dabei kann sich die Sehnsucht ins Unermessliche steigern.

Schauen wir den Nachtwächter auf dem Bild einmal genauer an: Sein Blick geht nicht über die dunkle Stadt, sein Blick geht nach oben. Ein nachlässiger Wächter, der seine Pflicht verletzt? Nein, er richtet seinen Blick gen Himmel, weil er den kommen sieht, der der Nacht der Welt ein Ende macht. Umgeben von Engeln sieht er Jesus Christus in Gestalt des Lammes Gottes, das der Welt Sünde trägt. Das erinnert mich sehr an die Hirten in der Weihnachtsgeschichte, die bei ihren Herden wachten, denen die Nacht auch lange wurde, die aber dann den Blick nach oben richteten, als ein Engel erschien und ihnen die Geburt des Retters ankündigte.

Als Jesus geboren wurde, hatten die Menschen lange auf den Retter gewartet. Doch das Warten hatte sich gelohnt. Und so wünsche ich uns, dass auch unser Warten auf Gottes Hilfe nicht umsonst sein wird und dass wir wie der Nachtwächter auf dem Bild unseren Blick nach oben richten können zu dem, der als Helfer und Retter zu uns kommen will – nicht nur an Weihnachten.

Ihr Pfarrer

Joachim Rieger