„Ein feste Burg ist unser Gott“

Zum Reformationsjubiläum wollen wir eines der bekanntesten Lieder von Martin Luther musizieren in einer großartigen Vertonung von J. S. Bach: die Kantate 80 „Ein feste Burg“ in einer Bearbeitung für Chor, Trompete und obligater Orgel.

Sie erklingt im Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche am 21. Mai um 10.30 Uhr, dazu „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Der Text stammt ebenfalls von Martin Luther. Es singt die Mössinger Kantorei, an der Orgel spielt Regina Böpple, Trompete Marc Diether.

Weiterlesen: Kantatengottesdienst - J. S. Bach

 

Am 21. Mai gestalten Studierende aus dem Tübinger Albrecht-Bengel-Haus den Gottesdienst in der Peter-und-Paulskirche mit. Die Predigt hält Studienleiter Dr. Uwe Rechberger, manchen bekannt als ehemaliger Vorsitzender des CVJM-Landesverbands. Im Theologiestudium ist es wichtig, den Kontakt zu den Gemeinden zu halten, in denen angehende Pfarrerinnen und Pfarrer einmal tätig sein werden. Deshalb freuen sich die Studierenden auf Gespräche und Begegnungen mit Ihnen beim anschließenden Stehempfang.

Produkt des Monats

Las Lomas Chardonnay 0,75 l, trocken

 

Diesen Chardonnay produziert die bereits 1939 gegründete chilenische Kooperative Viña Lomas de Cauquenes (COVICA).
Das trockene Klima, die hohe Lichteinstrahlung und die tiefgründigen, armen Böden der Region geben diesem Wein seinen einzigartigen Charakter. Das Ergebnis ist dieser frische, fruchtige Chardonnay mit seinem typischen Aroma und einem leichten Hauch von Zitrusfrucht, der ausgezeichnet zu Spargel, Fisch und Geflügel passt. Jeden Freitag von 9:30 – 11:30 Uhr sind wir im Foyer der MLK für Sie da.

Wieder „Neue Schritte“

Am 22. Mai findet um 14.00 Uhr in der Johanneskirche in Bästenhardt wieder eine Begegnung von Menschen mit und ohne Sehbehinderung statt.  "Neue Schritte wagen" ist unser Motto. Wir tanzen miteinander im Kreis oder im Sitzen.

 

Wir freuen uns sehr über neue Teilnehmer, die es auch einmal wagen möchten und sich über einen Nachmittag mit Musik und Gespräch freuen. Ansprechpartnerin: Veronika Kroll 07473/3475

Moonlight

(USA,2016) Freitag, 26.05., 20.15 Uhr, Lichtspiele, Höfgasse 12.  Ein sensibler afroamerikanischer Junge wächst in Liberty City auf, einem „Problembezirk“ Miamis, wobei die Crack-Sucht seiner Mutter und die Schikanen von Gleichalterigen, die ihn mobben, sein Leben überschatten. Ein Dealer nimmt sich seiner an und wird zum Vaterersatz, doch die demonstrative Männlichkeit, die er dem Jungen vorlebt, bringt weitere Konflikte, vor allem auch mit der eigenen homosexuellen Identität. Der bildgewaltige, herausragend gespielte Film wird als Triptychon unterschiedlicher Lebensphasen erzählt. Er besticht durch seine Sensibilität gegenüber den Gefühlen der Figuren ebenso wie durch sein Gespür für ihre Lebenswelt, wobei er präzise Milieuschilderung mit dem Sinn für die Schönheit des Lebens verbindet. "Moonlight" wurde vor kurzem mit dem Oscar als "Bester Film des Jahres" ausgezeichnet.

Richtig handeln im Notfall“

 

Herr Marcus Majer vom Deutschen Roten Kreuz Tübingen begleitet uns durch den Nachmittag und gibt uns mit praktischen Übungen und hilfreichen Tipps gutes Rüstzeug - am 9. Mai. im Gemeindehaus Mittelgasse ab 14.30 Uhr. Wie immer gibt es Kaffee und Kuchen und Zeit für Gespräche. Fahrdienst möglich über Gisela Müller, Tel. 07473/21611

Lutherbibel und Einheitsübersetzung neu herausgegeben

 

Zwei Übersetzungen im Vergleich am 2. Mai mit Prof. Dr. Theobald, Exeget der kath.-theol. Fakultät Tübingen  im Katholischen Gemeindehaus – wie immer um 20.00 Uhr..

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Angedacht

Hoffnungsboten

Plötzlich saß er auf unserem Sommerflieder im Pfarrhausgarten: Ein prächtiger Schwalbenschwanz-Schmetterling, dessen große gelbe Flügel weit leuchteten.

In unserer Gegend kommt er ja noch häufiger vor, aber generell sind Schwalbenschwänze eine gefährdete und seltene Schmetterlingsart. Er und seine Artgenossen C-Falter, Admiral, Bläuling, Kleiner Fuchs und noch weitere Insekten schulen uns den Blick für das scheinbar Selbstverständliche: Die Schöpfung und die Geschöpfe, die uns umgeben. Sie zeigen uns, dass es gar nicht viel braucht, um etwas dafür zu tun. Ökologisch wertvolle Pflanzen, etwas bewusste Unordnung hier und da und schon finden bedrohte Geschöpfe neue Lebensräume.

 

Klar: Ein Sommerflieder rettet weder unser Ökosystem noch stoppt er die Erderwärmung. Da braucht es große politische Veränderungen. Doch um die eigene Wahrnehmung zu schärfen und um im Kleinstbereich aktiv zu werden, dafür lohnt es sich schon, sich mit unserer Tier- und Pflanzenwelt zu befassen und gerade Schmetterlinge sind „Bioindikatoren“ und damit Hoffnungsboten unserer Schöpfung.

Für mich sind sie aber auch noch in anderer Weise Hoffnungsboten, erinnern mich immer an das Fest, das wir gerade gefeiert haben: Ostern.

Schmetterlinge stehen in unserer christlichen Tradition symbolisch für die Hoffnung auf Auferstehung. Als struppige grüne Raupen kriechen sie zuerst über Pflanzen, sehen nur das Blatt, das sie fressen. Was weiß so eine Raupe schon vom Fliegen und vom Blau des endlosen Himmels? Was interessiert sie die Farbe der Blüten und der Wind? Zu begrenzt dafür ist ihr Horizont.

Erst durch die Metamorphose, die Verwandlung, bei der sich die Raupe in ihrem Kokon verwandelt und zu einem bunten Himmelsboten wird, lernt sie all das kennen, wird vom Erdgeschöpf zum Himmelsbewohner. Ein wunderschönes Bild für das, was wir Christen glauben.

„Was kommt nach dem Tod?“, lautet eine menschliche Urfrage. Der Apostel Paulus antwortet darauf in 1.Kor 15: „Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesät ein natürlicher Leib und auferstehen ein geistlicher Leib“, und weiter: „Wir werden alle verwandelt werden. Denn das Verwesliche muss anziehen das Unverwesliche. Und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit.“

Wir werden verwandelt. Der Tod ist nicht das Ende, sondern nur eine Station. Danach, so sagt Paulus, wird es anders sein. Nicht vergleichbar. Ein Unterschied wie zwischen Raupe und Schmetterling. Daran glaube ich durch die Auferstehung Jesu Christi am Ostermorgen und daran erinnern uns Schwalbenschwanz und alle anderen Schmetterlinge in dieser nachösterlichen Zeit.

Frühlingshafte Grüße und bis denne

Ihre und eure Pfarrerin

 

 

 

 

Frauke Dietz