Diesmal im Freien

Da die Feier der Osternacht in diesem Jahr nicht innerhalb der Kirchenmauern möglich sein wird, werden wir sie im Freien neben der Peter-und-Paulskirche an der Kirchenmauer gemeinsam feiern. Abendmahl und Taufen werden in diesem Jahr pandemiebedingt nicht stattfinden, aber das Osterlicht wird dennoch entzündet und kann in die Häuser genommen werden. Bei windigem Wetter bitten wir Sie, einen Windschutz für die Kerzen (Laterne, großes Glas o.ä.) mitzubringen.

Nach momentanem Stand (Wettervorhersage Samstagmorgen) wird es kalt, aber trocken und wohl nicht sehr windig. D.h. die Osternacht findet voraussichtlich statt.

Osterweg

Ab Palmsonntag, 28. März bis Sonntag, 11. April sind im Garten hinter dem katholischen Gemeindehaus in Mössingen sechs Stationen aufgebaut, die Jesu letzte Tage von seinem Einzug in Jerusalem bis zu seinem Tod und - ab Ostern - seiner Auferstehung darstellen. An jeder Station gibt es außerdem den jeweiligen Bibeltext zum Nachlesen, eine Erklärung für Kinder sowie einen Impuls zur Betrachtung.

Ganz herzliche Einladung, diesen kleinen Osterweg für sich oder als Familie zu begehen!

Verena Puza

Sehr gerne hätten wir Anfang dieses Jahres wieder einen Glaubenskurs geplant und durchgeführt. Leider ist es momentan nicht möglich, an Tischen über Fragen des Glaubens ins Gespräch zu kommen, auf Impulse zu hören und sich nachher bei Snacks und Getränken zu begegnen.

Als kleinen Ersatz weisen wir gerne auf ein Online-Angebot des Amtes für Missionarische Dienste unserer Landeskirche hin. An fünf Dienstagen geht es von 19.30 Uhr bis 21 Uhr in Zoom-Videokonferenzen bei Vorträgen und Austausch in Kleingruppen um folgende Themen:

Reihe wird fortgesetzt

Die Rückmeldungen auf die musikalischen Gottesdienste in der Passionszeit in der Martin-Luther-Kirche waren so überwältigend positiv, dass wir kurzfristig beschlossen haben, die Reihe noch um einige Sonntage nach Ostern bis zum Sonntag Kantate zu verlängern.

Palmsonntag, 28. März: Chörle Mössin-gen; Leitung: Anja Schmid; Nikolai Ott.

Karfreitag, 2. April: Konzertchor molto vocalis; Leitung: Ronald Hirrle.

Ostersonntag, 4. April: Posaunenchor Mössingen; Leitung: Daniel Speidel.  

18. April (Sontag Misericordias Domini): Familie Stoll

25. April (Jubilate): Solistinnen MLK-Band

2. Mai (Kantate): Maite Rathfelder und Lena Herter (Blockflötenklasse Christina Rettich)

Der Evangelische Kirchenbezirk Tübingen sucht für die Kirchengemeinde Mössingen 50%,

und für den Ökumenischen Schülertreff Tübingen 40%

eine/einen

Diakonin / Diakon, Jugendreferentin / Jugendreferent, Gemeindediakonin / Gemeindediakon 90 % (m/w/d)

zunächst für 2 Jahre befristet

200 Jahre Weinmar-Orgel in der Peter-und-Paulskirche

In voller Pracht: Die Weinmar-Orgel heute

Im Jahr 2021 jährt sich der Neubau unserer historischen Weinmar-Orgel zum 200. Mal.

Im Dezember 2017, also vor gut drei Jahren, hat die UNESCO Orgelbau und Orgelmusik zum immateriellen Kulturerbe deklariert. Für Orgelbauer und Organisten war diese Nachricht eine große Freude, weil uns bewusst ist, wie viel „Hand-Werks-Kunst“ (im wahrsten Sinne des Wortes) in diesen Instrumenten und in der Musik stecken. Ganz bewusst hat die UNESCO auch die vielen lokal- und regionalspezifischen Orgelbaustile gewürdigt, deren Ausprägungen selbst Organisten und Kirchenmusikern

Kindern Lebenschancen geben

Sie hören es immer in den Abkündigungen: heute ist das Opfer für die Weltmission – und was heißt das jetzt? Haben Sie sich auch schon mal gefragt, was sich eigentlich genau dahinter verbirgt?

Als Kirchengemeinderat haben wir das Privileg, für jedes neue Jahr zwei Opferprojekte auszuwählen, die unsere Gemeinde ganz speziell unterstützen möchte. Für das Jahr 2021 haben uns zwei Projekte besonders angesprochen, die sich um die Schwächsten einer Gesellschaft kümmern - die Kinder.

1. Kinderheim der Nethanja-Kirche in Indien

Ein Mädchen zeigt stolz ihren ganzen Besitz in ihrer gelben Kiste. (Foto: Hägele)

Das erste Spendenprojekt unterstützt Kinderheime der Nethanja-Kirche in Indien, deren besonderes Anliegen die Förderung von Waisenkindern, insbesondere Mädchen ist.

Unterkategorien

Angedacht

Bald…

Es hat nur vier Buchstaben und eine Silbe und ist doch ein unglaubliches „Zauberwort“: Dieses kleine Wörtchen „bald“.

„Bald mehr Vakzin“ stand kürzlich in der Zeitung – eine Botschaft, die hoffen lässt. Und wenn Eltern sagen: „Bald sind wir da“, werden auch quengelnde Kinder auf Autorücksitzen ruhiger und zuversichtlicher. Es dauert dann nicht mehr lange, bis man bei den Großeltern ist oder am Urlaubsziel.

Der Wichtel Tomte Tummetott aus Astrid Lindgrens Wintergeschichte macht damit den Tieren seines verschneiten Hofes Mut: „Geduld, nur Geduld. Bald trabst du wieder über die Wiese und durch den Wald“, flüstert er dem Pferd im Stall zu.

Seit einem Jahr liegt die Welt in den Fängen einer Pandemie. Einschränkungen, Sorgen und Angst vor Krankheit plagen viele Menschen. Nach dieser langen Zeit gehen Kraft und Geduld bei vielen zur Neige. Der Ärger über hilflose Politiker und Fehler im Krisenmanagement nimmt täglich zu. „Wie lange soll das noch gehen?“ fragen wir uns und spüren, wie dünnhäutig wir inzwischen geworden sind.

Genau hier kann das kleine Wort „bald“ unseren Blick wieder aufrichten und nach vorne lenken. Denn es kündigt Zukunft an. Es ruft sie vor unser inneres Auge und sagt uns, dass es nicht mehr lange dauert, bis sie Wirklichkeit wird. Es hilft, durchzuhalten und weiterzugehen. Es lässt aufatmen und macht Mut.

Natürlich kann man es auch als billige Vertröstung hören und umso ungeduldiger werden, wenn das „bald“ nicht bald eintrifft. Auch hiervon wissen Eltern auf Urlaubsfahrten ein Lied zu singen. Nichtsdestotrotz gilt: Die erhoffte Zukunft kommt. Wir wissen zwar noch nicht genau wann, aber sie kommt gewiss.

Es wird bald ausreichend Impfstoff da sein. Man wird bald wieder seine Lieben besuchen und – ja! – sie auch umarmen dürfen. Das Virus wird bald seinen Schrecken verlieren, das ist gewiss – wir können nur noch nicht genau sagen, wie lange es dauert.

Als Christen kennen wir diese Spannung sehr gut, denn wir stehen zeitlebens in der Verheißung von Gottes „bald“. Sein Friede kommt! Er macht alles heil und ganz. Er schafft Gerechtigkeit. Er erlöst die Gefangenen und Schuldigen. Er schafft seine neue Welt - bald!

Mir fällt die Jahreslosung von 2007 ein, die lautete: Gott spricht: "Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht?" (Jesaja 43,19a)

Seit Jesu Auferstehung vor fast 2000 Jahren klingt diese Hoffnung durch die Welt und durch Herzen und seit damals hoffen Menschen auf diese Zukunft Gottes. Und seit 2000 Jahren wird sie Wirklichkeit, immer wieder, jeden Tag neu. Nicht ein für alle Mal, sondern darin, dass wir uns gewiss und getrost dorthin aufmachen. Dass wir sie in uns spüren und glauben. Dass wir Widerstände auf dem Weg dorthin überwinden und einander schon jetzt diese Zukunft Gottes spüren lassen wollen.

Eine ungeheure Kraft liegt im „bald“, eine Kraft, die uns täglich voranbringt hin zu Gott – solange, bis der Tag eintritt, an dem sie voll und ganz Wirklichkeit wird und wir Gott schauen. Im Horizont dieses großen „bald“ lasst uns deshalb auch jetzt geduldig, unverzagt und unbeirrt weitergehen.

Hoffnungsvolle Grüße und auf bald!

Ihr und euer Pfarrer

 

 

Uwe Braun-Dietz