Schick uns Dein Lied!

 „Lobe den Herrn“ oder „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“? „Anker in der Zeit“ oder „Von guten Mächten“? Welches Lied singen Sie am liebsten im Gottesdienst? Was ist Ihr persönlicher Hit? Genauer gefragt: Was ist Ihre TOP 5? Denn genau die suchen wir. Und zwar für das neue Gesangbuch, das bis 2030 erscheinen soll. Zunächst digital, später auch in gedruckter Form.

Dabei können Sie uns unterstützen. Schicken Sie uns Ihre Lieblingshits und zwar von Platz 1 bis 5.

Kindern Lebenschancen geben

Sie hören es immer in den Abkündigungen: heute ist das Opfer für die Weltmission – und was heißt das jetzt? Haben Sie sich auch schon mal gefragt, was sich eigentlich genau dahinter verbirgt?

Als Kirchengemeinderat haben wir das Privileg, für jedes neue Jahr zwei Opferprojekte auszuwählen, die unsere Gemeinde ganz speziell unterstützen möchte. Für das Jahr 2021 haben uns zwei Projekte besonders angesprochen, die sich um die Schwächsten einer Gesellschaft kümmern - die Kinder.

1. Kinderheim der Nethanja-Kirche in Indien

Ein Mädchen zeigt stolz ihren ganzen Besitz in ihrer gelben Kiste. (Foto: Hägele)

Das erste Spendenprojekt unterstützt Kinderheime der Nethanja-Kirche in Indien, deren besonderes Anliegen die Förderung von Waisenkindern, insbesondere Mädchen ist.

Fachkraft gesucht

In der betreuten Spielgruppe "Mini-Maxi-Kunterbunt" der Familien-Bildungsstätte Tübingen e.V. (FBS) werden im Goethehäusle Kinder ab 1 Jahr bis zum Eintritt in einen Kindergarten in kleinen Gruppen (max. 8 Kinder) an 3 Vormittagen die Woche betreut. Das Spielgruppenleitungs-Tandem gestaltet die Vormittage kunterbunt und kindgerecht - und dafür suchen wir ab Herbst 2021 eine pädagogische Fachkraft. Die Anstellung erfolgt auf Minijobbasis. Für Bewerbungen und/oder weitere Infos wenden Sie sich über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  gerne an die FBS-Leitung. Eine Beschreibung der Spielgruppen finden Sie auf der FBS-Homepage www.fbs-tuebingen.de

Unterkategorien

Seite 2 von 2

Angedacht

Nur was ich liebe…

Die Begeisterung war groß: „Ich seh‘ ihn! Ich seh‘ ihn! Oh! Er fällt gleich raus!“ Die Reliklasse war an der Martin-Luther-Kirche zum Thema „Gottes Schöpfung“ und die Kinder hatten oben im Turm eines der Turmfalkenjungen entdeckt. Jetzt beobachteten sie es fasziniert beim Flügelschlagen.

Danach ging es weiter. „Tschilp – Tschilp“ hörten die Kinder. „Was ist das für ein Vogel?“ Einer wusste es: „Ein Spatz!“ und plötzlich sahen und hörten ihn alle, entdeckten das Nest, sahen mit leuchtenden Augen Schmetterlinge, Bienen, Ameisen und immer mehr verschiedene Pflanzen wachsen und blühen.

Die lange Zeit des Homeschooling am Computer hat, so mein Eindruck, bei den Kindern eine regelrechte Sehnsucht nach echten, realen Sinneseindrücken und nach Begegnungen ausgelöst. Als wollten sie all das nachholen an gemeinsamen Entdeckungen, was ihnen in den letzten Monaten verwehrt war. Und während des Laufens herrschte deshalb auch ein unaufhörlicher Redefluss.

Für mich bestätigte sich wieder: Echte Begegnungen sind durch nichts zu ersetzen und kein digitales Medium schafft das, was solch ein Spaziergang an Eindrücken und Wahrnehmungen ermöglicht.

Solche Eindrücke sind letztlich auch die Basis für echtes Leben, Empathie, Freude und Glück.

Vom Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz stammt der Satz: „Nur was ich kenne, kann ich lieben. Nur was ich liebe, kann ich schützen“.

Recht hat er! Die nächste Generation kann diesen wunderschönen Planeten nur schützen, wenn sie ihn kennt, wenn sie die Natur wahrnimmt und kennenlernt, die Tiere sieht und versteht, was sie tun. Begegnen, wahrnehmen, staunen, lieben lernen sind Voraussetzung dafür, etwas zu schützen und zu bewahren.

Das gilt auch im weiteren Sinn: Nur wenn wir uns wahrnehmen und uns begegnen, bringt uns das zueinander. Die sozialen Medien sind immer anfällig für Missverständnisse und fehlende echte Begegnung führt schnell zu „Shitstorms“ und Verrohung im digitalen Umgang.

Zum Digitalisierungsschub brauchen wir deshalb viel stärker noch einen Wahrnehmungsschub - gerade nach der Pandemie. Im öffentlichen und kulturellen Leben, in der Gemeinde und auch im Gottesdienst: Echte Treffen sind wichtig. Ein Onlineangebot ersetzt analoge Begegnungen nie ganz. Das weiß jede und jeder nach all den Skype-, Zoom- und Teams-Meetings der letzten Zeit.

Gut deshalb, dass die Kinderkirchen und Teenykirche wieder starten und dass auch Chöre, Gruppen und Kreise wieder Räume und Möglichkeiten zur echten Begegnung haben. Das gehört zum Wesen von Gemeinde und entspricht dem Wesen Gottes. Denn schließlich sucht ja auch Gott immer die echte, wirkliche Begegnung mit uns.

Wozu wurde er sonst Mensch?

Einen fröhlichen Sommer und bis denne!

Ihre und eure Pfarrerin 

Frauke Dietz