Kino und Kirche 
Freitag, 13. November, 20.15 Uhr, Lichtspiele Mössingen, Höfgasse 12
(Deutschland 2024, 89 Minuten/ab12)
Regie: Yvonne Lachmann, Nora Mazurek
Seit 2005 arbeitet der Intendant Enrico Urbanek des außergewöhnlichen Reutlinger Theaters „Die Tonne” dort mit Menschen mit Beeinträchtigungen zusammen. Das inklusive Ensemble beschäftigt sich in seiner Arbeit „Hierbleiben… Spuren nach Grafeneck“ mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Nur 35 Kilometer von Reutlingen entfernt wurden 1940 in Grafeneck innerhalb eines Jahres 10.654 Menschen, die im Nationalsozialismus unter den Begriff „lebensunwert“ fielen, in einer Gaskammer ermordet.
Der Film „Spuren nach Grafeneck“ begleitet die ProtagonistInnen bei der Entstehung und Aufführung des Straßentheaterstücks und wirft einen Blick in ihre unterschiedlichen Leben und Ansichten.
Die Beschäftigung mit Grafeneck forciert bei den DarstellerInnen konkrete Fragen nach ihrer gesellschaftlichen Anerkennung. Dies wiederum konfrontiert uns alle als Gesellschaft mit unseren gelebten Wertvorstellungen und Zielsetzungen.








