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Mit Blick nach vorne

Kirchengemeinderatswochenende in Bad Urach

Viele Veränderungen stehen unserer Kirchengemeinde in den nächsten sechs Jahren bevor: Durch den Pfarrplan 2030 wird es deutliche Kürzungen an den Pfarrstellen geben.. Außerdem stehen derzeit die kirchlichen Gebäude auf dem Prüfstand und schließlich sollen unsere Kirchengemeinden im oberen Steinlachtal enger kooperieren und sich verbinden.

KGR-WE-2026-2-Ausschn.jpegAll diese anspruchsvollen Themen standen im Hintergrund des Klausurwochenendes des neugewählten Kirchengemeinderates vom 8. bis 10. Mai im Stift Urach.

In großer Klarheit hat das Gremium die Herausforderungen gesehen, sich davon jedoch überhaupt nicht Bange machen lassen. Im Gegenteil: Der Blick ging zuversichtlich nach vorne. „Wie soll unsere Kirchengemeinde in Zukunft aussehen und wie wollen wir sie gestalten?“ lauteten Leitfragen. Wichtig war dem Gremium dabei unter anderem, dass sich alle Menschen willkommen fühlen sollen. Unsere Gemeinde mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten, ihre Vernetzung und die Kommunikation nach innen und außen waren weitere Aspekte. Und im Blick auf Zukunftsprojekte notierten die Mitglieder als Satz: „Wir wollen Strukturen für die Zukunft schaffen und neue Wege gehen.“

Neben diesen inhaltlichen Themen stand vor allem das Kennenlernen im Mittelpunkt. Viele gemeinsame Gespräche und viel miteinander Lachen schufen eine gute, vertrauensvolle Atmosphäre für künftiges Arbeiten. „Davon werden wir in den nächsten Jahren sicherlich sehr profitieren“, hieß es beim Abschlussmittagessen am Sonntag.  

Es scheint beinahe, als sei das Lied von Christoph Zehendner, das wir am Sonntag beim Gottesdienstbesuch in der Dettinger Stiftskirche gesungen haben, für dieses Wochenende gemacht worden. Dort heißt es: „Trotz der offnen Fragen sehen wir nach vorne, denken daran: Wir sind nicht allein. Freun uns auf die Zukunft, sehen offne Türen, gehen im Vertrauen: Gott wird bei uns sein.“

Uwe Braun-Dietz

Angedacht

Osterrennen

Hase Apr Mai26

Bild: Christiaan Viljoen

Petrus und der andere Jünger machten sich auf den Weg zum Grab. Sie liefen miteinander los, aber der andere Jünger lief schneller als Petrus und war als Erster am Grab. (Johannes 20,3+4)

Ostern – das ist die Geschichte vom leeren Grab und seiner Entdeckung, die bis heute in den Ruf mündet: Der Herr ist auferstanden! Der Herr ist wirklich auferstanden!

Ich habe eine Geschichte gelesen, die nicht wirklich so passiert ist, aber versucht zu verstehen, wie das mit Ostern ist.   

Ein Missionar in Afrika hatte einer Gruppe von Kindern erzählt, wie Jesus gestorben war und dass er nach drei Tagen wieder von den Toten auferstanden war. Dann gab er ihnen den Auftrag, zu dritt loszuziehen und zu überlegen, welche Tiere zu Jesu Tod und Auferstehung passen würden.

Als die ersten zurückkamen, berichteten sie vom Brüllen eines Löwen: „Bei der Auferstehung erzittern doch auch alle vor der Macht und Majestät Gottes.“ Das gefiel dem Missionar.

Die nächsten hatten ein Flusspferd gesehen, das splitternd und krachend durchs Unterholz gebrochen war, ohne sich aufhalten zu lassen. Der Missionar freute sich über die Erklärung: „Die Auferstehung setzt sich auch gegen alles durch.“

Irgendwann kam die letzte Gruppe völlig außer Atem und ziemlich spät mit der Entschuldigung, sie hätten versucht einen Hasen zu fangen. Der Missionar war etwas ratlos. Osterhasen kannte er zwar aus Deutschland, aber was wussten die Kinder davon. Die erzählten inzwischen aufgeregt weiter, wie sie dem Hasen hinterhergerannt waren, der aber immer schneller war und immer wieder einen ganz unerwarteten Haken geschlagen hatte. Dann fragten sie: „Ist das bei Ostern nicht auch so, dass man immer hinterherlaufen  muss  und es  nicht  zu  fassen  bekommt, weil Ostern so lebendig ist?“

Dieser Gedanke hat jedenfalls mir gefallen. Wir können laufen, so schnell wir wollen, und werden doch nur ein leeres Grab erreichen. Wir können uns anstrengen, so sehr wir wollen, und werden Ostern nicht zu fassen kriegen. Die Lebendigkeit von Ostern verweigert sich einem Rückblick, der Ostern als vergangene und überholte Geschichte fixiert. Die Auferstehung ist uns immer voraus.

Ihr

Matthias Krämer