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Mössingen - Kirche mittendrin
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Infoabend Alphakurs

Herzliche Einladung zu einem ersten Informations- und Motivationsabend  am Donnerstag, 5. März um 20 Uhr in der Johanneskirche Bästenhardt (Birkenstraße 45).

Mit dabei sein werden Magdalene und Volker Jabs, die den Kurs schon zum zweiten Mal mit großer Überzeugung in Dusslingen durchführen, und Pfarrer Clemens Hanßmann, der nach dem ersten Kurs in Pliezhausen vom Konzept des Kurses begeistert ist.

Zunächst werden wir einiges über das Konzept und die Prinzipien des Alphakurses erfahren. Dann wird es eine offene Austauschrunde geben, bei der alle Fragen erlaubt sind. Allen drei können wir unsere Fragen stellen und mögliche Bedenken benennen. Dieser erste Infoabend ist für alle, die sich für den Kurs interessieren, niemand geht mit seinem Kommen schon eine Verpflichtung zur Mitarbeit ein.

Schon seit einiger Zeit gewinnen wir immer wieder den Eindruck, dass Menschen auch außerhalb des Gottesdienstes Interesse an Gemeinschaft und am Austausch über Glaubensthemen haben. Einige engagierte Mitarbeitende haben signalisiert, dass sie gerne einen oder mehrere Alpha-Glaubenskurse im Stadtgebiet Mössingen anbieten würden.

Der Alphakurs ist ein weltweit bewährter Glaubenskurs, der seine Ursprünge in England hat. Der Kurs ist niederschwellig und lebt ganz stark vom Entstehen persönlicher Beziehungen und von der (Tisch)-Gemeinschaft, nicht von kirchlichen oder theologischen Vorkenntnissen.

Ein gemeinsames Abendessen ist fester Bestandteil des Alphakurs-Konzepts, deshalb sind als Mitarbeitende nicht nur Moderatoren und Gesprächspartner an den Tischen gefragt, sondern auch Menschen mit praktischen Begabungen für Essenkochen, Raumrichten, Deko usw. und nicht zuletzt Menschen, die für die Abende beten.

Um einen kurzen Einblick zu bekommen, bietet sich das Erklärvideo an: https://youtu.be/RyxNx_eQX4w

Auf der Homepage gibt es weitere Informationen: www.alphakurs.de.

Angedacht

Das Heilige wiederfinden

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Bild aus dem Film "Der Bauer und sein Prinz" http://www.derbauerundseinprinz.de

Der Satz kam überraschend. In einem Dokumentationsfilm über sein Konzept der ökologischen Landwirtschaft von 2013 sagt der damalige britische Kronprinz Charles im Blick auf den Zustand der Welt: „Das Gefühl für das Heilige fehlt. Wir müssen das Heilige wiederfinden.“ Es ging ihm dabei vor allem um die ungebremste, hemmungslose Gier des Menschen, die die Erde und ihre Lebewesen ausbeutet und nur nimmt, ohne etwas zurückzugeben. Aber dass der heutige King Charles die Ursache dafür im Verlust des Heiligen und damit letztlich des Gottesbezugs sieht, hätte ich nicht gedacht.

Im Wiederfinden des Heiligen sieht der Prinz den „einzigen Weg, die Zerstörung des Planeten zu vermeiden“. Und er hat Recht. Unsere Welt ist tief krank, weil vielen Menschen nichts mehr heilig ist. Sie haben Ehrfurcht und Respekt vor dem verloren, was uns anvertraut und geschenkt ist und denken nur an Profit und sich selbst. Doch wie soll und kann das gehen: „Das Heilige wiederfinden“? 

Heiliges ist rein, schön, vollkommen und ganz („heil“). Es steht dem rein Irdischen gegenüber. Alle Menschen haben, wenn sie es zulassen, eine Ahnung davon. Man ahnt es in der Schöpfung, beim Blick in den Sonnenuntergang, den Sternenhimmel, auf das Meer oder auf Keimen und Wachsen im Frühjahr, dass wir von viel Größerem umgeben sind. Man spürt es an besonderen Orten voller Geschichte wie zum Beispiel alten Kirchen. Wir Christen hören und lesen davon aus der „Heiligen Schrift“, der Bibel. Sie reicht tief in die Geschichte und umschreibt Sinn und Werden der Schöpfung und den Urgrund von allem: Gott. Er redet zu uns aus ihr und wird darin zu unserem Gegenüber. Um das Heilige wiederzufinden, müssen wir uns also letztlich einfach nur Gott öffnen, hören und schauen, zur Ruhe kommen und schweigen.

Mitte Februar beginnt wieder die Passionszeit. Die wird meist mit Fasten und Verzicht in Verbindung gebracht. Vielleicht sollten wir sie aber besser Findezeit oder Be-Sinn-ungszeit nennen.

Die vor uns liegenden Wochen bis Ostern bieten sich hervorragend an, das Heilige neu zu suchen und Sinn zu finden: Über den Frühling staunen und Pflanze und Tier als Mitgeschöpf verstehen; unsere Kirchen als Orte sehen, an denen wir Gott und uns selbst begegnen können; sein Wort im Lesen der Bibel aufnehmen und für uns bedenken; im Feiern des Gottesdienstes loslassen, was uns treibt und jagt; im Innehalten und Unterbrechen des Dauerkonsums das Herz zur Ruhe bringen; vom Nehmen weg zum Lassen und Geben kommen.

Jesus hat mal gesagt: „Kommet her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Mt 11,28) Er lädt uns gerade in den nächsten Wochen ganz besonders ein, im Blick auf ihn zur Ruhe zu kommen und das Heilige wiederzufinden – in ihm.

Viel Freude beim Suchen und Finden wünscht Ihr und euer Pfarrer

Uwe Braun-Dietz