Chorleitung für MLK-Band gesucht

Die evangelische Kirchengemeinde Mössingen sucht zum frühestmöglichen Zeitpunkt einen

Chorleiter m/w

Die MLK-Band Mössingen, bestehend aus einer Band mit Keyboard, Schlagzeug und Gitarren, sowie einem 24-köpfigen Frauenchor im Alter von 15 – ca. 65 Jahren  sucht einen neuen Leiter für Chor und Band.

Der 3-stimmige Chor mit Band wurde 1994 gegründet. Musikalisch sind wir im Bereich des Pop und Gospels zu Hause. Die wöchentlichen Proben finden freitags von 20:00 Uhr - 21:30 Uhr in der Martin-Luther-Kirche Mössingen statt. Der Chor wirkt in regelmäßigen Abständen im Gottesdienst mit, gelegentlich bei kirchlichen Trauungen. Traditionell finden ein jährliches Herbstkonzert in der Martin-Luther-Kirche und ein Probenwochenende statt. Als Aufgabe der Leitung sehen wir Auswahl und Einstudieren neuer Literatur und die musikalische Weiterentwicklung von Chor und Band. Die Aufgaben in Technik und Organisation werden von Mitgliedern der Band übernommen.

Wir suchen einen engagierten Chor- und Bandleiter, der auch gern Neues mit uns wagt und Mitglied der Evangelischen Landeskirche oder einer Kirche der ACK ist.

Die Stelle ist vorläufig auf 2 Jahre befristet. Für die Leitungsstelle sind 4,95 Wochenstunden vorgesehen. Die Vergütung erfolgt nach der KAO. Bewerbungen schriftlich bis 4.11.2018 an Pfarrer Braun-Dietz, Bahnhofstr. 25, 72116 Mössingen, Tel-Nr.: 07473/6541 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt.

 

 

Angedacht

Geschmückte Braut

Für dieses Jahr ist die Hochzeitssaison in unseren Kirchen vorbei. Im Spätherbst und Winter gibt es fast nie kirchliche Trauungen. Das liegt sicher vor allem am Wetter, aber auch die nun vor der Tür stehenden Gedenktage Volkstrauertag, Buß- und Bettag und Totensonntag sind nicht gerade dazu angetan, Hochzeitsfreude zu verbreiten. Doch gerade in dieser Zeit werden wir im letzten Buch der Bibel an eine bevorstehende Hochzeit ganz anderer Art erinnert: „Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.“ (Offenbarung 21,2; Monatsspruch für November) Jerusalem ist bis heute der Sehnsuchtsort vieler Juden und Christen – obwohl oder gerade weil Jerusalem eine der umstrittensten Städte der Welt ist. Sicher ist Jerusalem eine ganz besondere Stadt, in die man sich verlieben und die man immer wieder besuchen kann. Doch für den Seher Johannes ist klar, dass das irdische Jerusalem für Christen nicht der endgültige Sehnsuchtsort ist. Gottes neue Welt muss schon ganz anders aussehen als das, was wir bisher kennen: das neue Jerusalem, eine Stadt, ein Ort zum Wohnen – made in Heaven, aus dem Himmel auf die Erde importiert.

Bei Hochzeiten ist man als Pfarrer ja manchmal sehr überrascht, wenn man eine Braut bei der Hochzeit sieht. Man hat sich beim Traugespräch in Alltagskleidung kennengelernt, und jetzt ist die Braut kaum mehr wiederzuerkennen. Im Neuen Testament wird die Gemeinde der Christen immer wieder mit einer Braut verglichen. Das neue Jerusalem als geschmückte Braut ist also kein Ort aus Holz, Steinen und Beton, sondern ein lebendiger Organismus von Menschen. An der Kirche, an der Braut im Alltagslook gibt es viel auszusetzen, sie ist keine besondere Schönheit, sie hat viele Makel und Charakterschwächen. Aber Gott selbst wird sie am Ende der Tage in eine strahlende Schönheit verwandeln. Denn der Bräutigam Jesus Christus wartet auf sie, um gemeinsam mit ihr das himmlische Hochzeitsmahl zu feiern.

Wenn jetzt die trüben Tage mit manchen traurigen Erinnerungen kommen, dann könnte die Vorfreude auf das große Hochzeitsfest im Himmel eine hilfreiche Perspektive sein. So wie eine Braut dem Hochzeitstag entgegenfiebert, an dem sie ihre Alltagsklamotten gegen das Brautkleid eintauscht, so fiebern wir Christen dem Tag der Verwandlung entgegen, an dem wir als christliche Gemeinde auf der Erde himmlisch wohnen werden.

Herzliche Grüße

Ihr Pfarrer Joachim Rieger