Martin-Luther-Kirche

Sanierung und Umgestaltung der Außenanlagen

Vor dem Umbau der Martin-Luther-Kirche 1992 besaß sie einen Zugang von der Bahnhofstraße her. Diesen Zugang möchten wir etwas versetzt wieder öffnen und so unsere Kirche auch von der Bahnhofstraße her deutlicher markieren. Der Kirchengemeinderat hat deshalb beschlossen, dass hier eine Treppe samt Mauerscheibe errichtet werden soll.

Im Zuge dieser Maßnahme wollen wir auch die 56 Jahre alte Mauer und die Wege an der Kirche sanieren und außerdem Fahrradständer vor der Kirche anbringen. Ein Zaun soll schließlich das Areal zur Bahnhofstraße hin einfrieden.

Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen, damit diese kleinere Maßnahme vor den großen Bauprojekten im kommenden Jahr „Turmdach Peter-und-Paulskirche“ und „Heizung Johanneskirche“ abgeschlossen ist.

Die erforderlichen Eigenmittel wurden in den vergangenen Jahren durch Spenden, den Verkauf der Rosenkarten und die Rosencafés mit vielen Rosenführungen rund um die Martin-Luther-Kirche erwirtschaftet.

Etliches, wie zum Beispiel Rodungs- und Reinigungsarbeiten möchten wir außerdem in Eigenleistung erbringen.

Der Zeitplan hierfür wird demnächst erstellt. Wer Interesse hat mitzumachen, darf sich gern im Pfarramt Martin-Luther-Kirche melden.

Frauke Dietz und Uwe Braun-Dietz

Angedacht

Heilige – Bilder – Vorbilder

 

Jetzt kommt dann wieder die Jahreszeit, in der zumindest zwei Heilige in den Blickpunkt geraten. Da ist zum einen Sankt Martin, dessen Andenken an vielen Orten mit Martinsumzügen bewahrt wird. Und selbstverständlich kommt dann bald Sankt Nikolaus und füllt die Stiefel der Kinder mit Süßigkeiten. Dabei spielt es inzwischen keine Rolle mehr, ob wir evangelisch oder katholisch sind, diese beiden werden, wenn auch vielleicht aus unterschiedlichen Gründen, von großen Teilen der Bevölkerung verehrt.

Ja, und dann haben wir dieses Jahr noch unseren Martin Luther,  der im Rahmen des Reformationsjubiläums wie ein speziell evangelischer Heiliger geehrt und auf den Sockel gestellt wird.

Zumindest den Namen hat er von Sankt Martin, da er an dessen Gedenktag getauft wurde. Allerdings lesen und hören wir auch viel, das zum kritischen Nachdenken Anlass gibt, wie seine Aufforderungen, gewaltsam gegen Juden vorzugehen oder den Bauernaufstand brutal niederzuschlagen. Von einem tadellosen Leben lässt sich bei ihm kaum sprechen, oder was macht einen Heiligen sonst aus?

Luther selbst und seine Mitarbeiter haben durchaus daran festgehalten, dass wir das Leben und Handeln der Menschen, die als Heilige bezeichnet werden, als Vorbild für unser Leben und Handeln nehmen sollen. Viel wichtiger aber war ihnen, dass wir sehen, wie Gott den Heiligen durch den Glauben geholfen hat.

Heilige sind also vor allem ein Vorbild für Gottes Handeln an uns. Die Geschichten von Heiligen malen ein Bild von Menschen, mit denen Gott etwas anfangen konnte, die bereit waren, dass Gott etwas aus ihrem Leben macht.

Luther war tatsächlich ein Heiliger, weil er erlebt und akzeptiert hat, dass Gott alles für ihn getan hat. Er ist wie die altbekannten Heiligen ein Vorbild darin, dass er sich trotz seiner Fehler und Verfehlungen ganz auf Gott verlassen hat.

Können wir das auch glauben? Können wir glauben, dass wir Gott brauchen, und dass Gott uns gebrauchen kann? So jedenfalls macht Gott auch uns zu Heiligen. Das sollten wir in diesen Tagen nicht vergessen, wenn wir an die Reformation und die Heiligen denken.

 

Ihr Pfarrer

 

Matthias Krämer