Ausstellung über neue finnische Kirchenbauten

Lichtzauber und Materialität

Die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst in München hat eine Wanderausstellung mit dem Titel „Lichtzauber und Materialität“ zusammengestellt. Durch Vermittlung der Deutsch-Finnischen Gesellschaft, Bezirksgruppe Reutlingen-Tübingen, wird diese Ausstellung vom 7. Juni bis 15. Juli in der Martin-Luther-Kirche in gezeigt werden.

In Finnland wachsen die Hauptstadt Helsinki und ein paar Universitätsstädte. Neue Wohngebiete entstehen. Zehn der neuen Kirchen und Kapellen, die nach 2000 gebaut wurden, werden auf über 20 Ausstellungsfahnen gezeigt. Neun dieser Kirchen verdanken ihre hohe gestalterische Qualität einem in Finnland üblichen Architekturwettbewerb.
Die Mehrzahl der Kirchen sind Gemeindezentren mit Versammlungsräumen und Büros. Interessante Raumschöpfungen, bei denen der Kirchenraum durch Öffnung des Gemeindesaals vergrößert werden kann. Die Innenräume sind recht unterschiedlich. Interessant ist die Lichtführung. Die Räume sind feierlich, aber wirken nicht fromm. Der finnischen Tradition entsprechend spielt Holz bei diesen Bauten eine große Rolle, die warmen Holztöne tragen zum meist wohnlichen Charakter dieser Feierräume bei.
Die Ausstellung zeigt Beispiele für zeitgenössischen finnischen Kirchenbau und lädt ein zum Vergleich mit hiesigen Beispielen.

Egbert Martins, Deutsch-Finnische Bezirksgruppe

Einladung zur Ausstellungseröffnung

Am Donnerstag, 7. Juni 2018, eröffnen wir die Ausstellung um 19.30 Uhr in der Martin-Luther-Kirche. Nach einem Grußwort von Dr. Herbert Kratzer von der Deutsch-Finnischen Gesellschaft wird Pfarrer Johannes Eißler, stellv. Präsident der Evangelischen Landessynode in die Ausstellung einführen. Das Klezmer-Trio der JMS Steinlach begleitet die Vernissage musikalisch.

 

Angedacht

Zeit zum Pflügen?

Nein, keine Angst, es ist noch nicht Zeit zum Pflügen. Es dauert noch ein bisschen, bis das Korn reif ist zur Ernte. Danach erst werden die abgeernteten Felder umgepflügt und damit für eine neue Aussaat vorbereitet.

Doch im übertragenen Sinn kann in unserem Leben durchaus Zeit zum Pflügen sein, denn Gott hält sich da nicht unbedingt an die Jahreszeiten. Der Monatsspruch für Juli erinnert uns daran: „Macht einen neuen Anfang wie der Bauer, der ein neues, ausgeruhtes Stück Land unter den Pflug nimmt! Es ist Zeit, dass ihr zu mir, dem HERRN, kommt und fragt, was ich will. Dann komme ich zu euch und werde Glück und Segen auf euch regnen lassen!“ (Hosea 10,12)

Eine Ermutigung für Menschen, die vor einem Neustart stehen: Mit Gottes Hilfe kannst du es wagen, eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen, eine verantwortungsvolle Aufgabe in der Gemeinde zu übernehmen, einen neuen Lebensabschnitt zuversichtlich anzugehen.

Letztlich geht es in dem Wort aus dem Propheten Hosea allerdings darum, einen Neustart mit Gott zu wagen, Lebensphasen hinter sich zu lassen, in denen Gott keine oder nur eine geringe Rolle gespielt hat. Halbherzige Korrekturversuche bringen da nichts. Ein bisschen mehr Gott, ein bisschen mehr Glauben, ein bisschen mehr Kirche wären zu wenig. Ein Neustart ist angesagt, ehrlich zu fragen, was Gott will und dann auch mutig die Konsequenzen daraus zu ziehen.

Gott stellt uns gutes Land zur Verfügung. Das mühsame Pflügen und Aussäen wird von Erfolg gekrönt sein, denn wir werden Gottes Segen erleben, die Saat wird wachsen und wir werden ernten können. Dabei geht es nicht um den schnellen Erfolg, sondern um ein Leben, das Frucht bringt – für Gott und für die Menschen.

Zeit zum Pflügen? Vielleicht ist bei Ihnen gerade tatsächlich die Zeit zum Pflügen von etwas Neuem gekommen. Dann wünsche ich Ihnen dazu Mut und Gottes Segen.

Ihr Pfarrer

Joachim Rieger