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Ökumenischer Stammtisch März 24

Die Arma-Christi Darstellungen als Element der Ikonographie zur Passionszeit

Dienstag, 5. März, 20.00 Uhr

Das Brauchtum und die Gestaltungsformen rund um das Osterfest sind bei weitem nicht so reichhaltig wie zur Advents- und Weihnachtszeit. Auf das Osterfest gehen wir eher nüchtern zu. Dennoch hat es in der Volksfrömmigkeit Formen gegeben, die heute mehrheitlich vergessen sind. Eine dieser Traditionen sind die sogenannten „Arma-Christi-darstellungen“.

Dabei geht es nicht um direkt Waffen, wie das lateinische arma besagt, sondern um die Leidenswerk-zeuge, die bei der Kreuzigung eine Rolle gespielt haben. Dazu gibt es unterschiedliche Darstellungen, wobei bei den Kreuzesdarstellungen zum Teil auch auf den Korpus verzichtet und an dessen Stelle die „arma Christi“ gezeigt werden.

Über Herkunft und Bedeutung dieser Tradition und wo man sie heute noch finden kann, berichtet Dr. Iris Dostal-Melchinger, Diözesanmuseum Rottenburg.

 

Zur Halbjahresübersicht des Ökumenischen Stammtisches geht es HIER 

Angedacht

Hilf uns durch die Zeiten

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Die Jahreslosung für 2024 empfinde ich als große Herausforderung: „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.“ (1. Korintherbrief 16,14). Für das neue Jahr wünsche ich mir viele schöne Erlebnisse, wertvolle Begegnungen und spannende Aktivitäten. Dabei soll alles, was ich tun werde, von der Liebe geprägt sein.

Wenn wir genau in den Bibeltext hineinschauen, sind nicht nur unsere Taten gemeint, sondern ganz umfassend alle unsere Lebensäußerungen: auch unser Reden, unser Denken, unser Fühlen, selbst

unser Nichtstun. Unser ganzes Sein soll von der Liebe bestimmt sein. Mit Liebe ist hier auch nicht nur das Gefühl tiefer Zuneigung gemeint, sondern die tatkräftige, uneigennützige und fürsorgliche Liebe. Es handelt sich um die göttliche Liebe, mit der uns der Vater im Himmel und Jesus Christus lieben.

Mit der Aufforderung der Jahreslosung fühle ich mich völlig überfordert. Geholfen hat mir allerdings ein Satz auf einem Liedkalender. Dort steht fürs neue Jahr: „Hilf du uns durch die Zeiten und mache fest das Herz.“ (EG 63,6) Der Satz entstammt einem Lied, das die erst 22-jährige Eleonore Reuß dichtete, als sie vom plötzlichen Tod einer guten Freundin hörte. Für die Herausforderungen des neuen Jahres brauchen wir die Hilfe und Begleitung Gottes, auch für die Herausforderung, alle Lebensäußerungen in Liebe geschehen zu lassen.

Wer bei Textnachrichten Liebe ausdrücken möchte, nimmt dafür ein Herzsmiley. Liebe ist eine Herzensangelegenheit. Deshalb haben in diesem Jahr auch viele Künstlerinnen und Grafiker für ihre Jahreslosungsdarstellung ein Herz als Symbol ausgewählt. Damit unsere Lebensaktivitäten in Liebe geschehen können, braucht es ein festes gefestigtes Herz. Wir können Gott um dieses feste Herz bitten, das gefestigt ist im Glauben an ihn, in der tiefen Gewissheit, dass Gott es gut mit uns meint und uns in allen Herausforderungen hilft und begleitet. Vor allem wird unser Herz durch das Wissen gefestigt, dass Gott uns mit seiner vollkommenen Liebe liebt. Ein geliebtes Herz kann Liebe weitergeben. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass – wenn auch nicht alle – wenigstens einige meiner Lebensäußerungen im Jahr 2024 von der Liebe bestimmt sein werden.

Herzlich grüßt Sie Ihr Pfarrer

Joachim Rieger