Vesperkirche Mössingen

Zusammen is(s)t man nicht allein

Zum ersten Mal wird es auch in Mössingen von Januar bis März 2022 eine Vesperkirche geben.

Unterschiedliche Gruppen haben sich zusammengeschlossen: Rotes Kreuz, Kirchengemeinden, ehrenamtliche Bewegungen. An unterschiedlichen Orten wird an unterschiedlichen Wochenenden ein Mittagessen mit Kaffee und Kuchen angeboten werden.

Die evangelische Kirchengemeinde wird am Samstag, 12. Februar und am Sonntag, 13. Februar in der Johanneskirche in Bästenhardt Gastgeberin sein.

Unterschiedliche Menschen sind eingeladen: alte und junge Menschen, die sich nicht immer eine warme Mahlzeit leisten können; benachteiligte Menschen, einsame und erschöpfte Menschen. Eigentlich sind alle eingeladen, die gerne gemeinsam essen möchten. Eingeladen sind auch alle, die gerne mithelfen wollen.

Egal, ob Sie zum Essen oder zum Unterstützen kommen wollen – merken Sie sich den Termin schon einmal vor. Im nächsten Gemeindebrief, im Amtsblatt und auch in den sozialen Medien wird es zeitnah weitere Informationen geben.

Matthias Krämer

Termine und Orte 2022

  1. +16. Januar: DRK Mössingen, Rettungswache Mössinger Straße 91
  2. + 30. Januar: Ev. Kirchengde Belsen,

G.-Schwarz-Gdehaus Sieben-Höfe-Weg 23

  1. + 13. Februar: Ev. Kirchengemeinde Mössingen, Johanneskirche Birkenstr. 45
  2. + 27. Februar: Ev.-methodistische Kirche, Christuskirche, Bädergasse 7
  3. + 13. März: Kathol. Kirchengemeinde Mössingen, Gdehaus Fr.-v.-Stein-Str. 24
  4. + 27. März: Ev. Kirchengemeinde Öschingen, Gdehaus, Amselweg 5

Angedacht

Alpha und Omega

In Wissenschaft und Technik spielen die Buchstaben des griechischen Alphabets schon lange eine wichtige Rolle. In Zeiten von Corona wurde beschlossen, die Virusvarianten mit griechischen Buchstaben zu bezeichnen. Deshalb wird gerade viel von Omikron gesprochen und berichtet.

Das „kleine“ O steht mitten im Alphabet. Es war also nicht die Ursprungsvariante, nicht das erste Covidvirus, und mit Omikron ist es auch nicht vorbei. Es werden voraussichtlich noch weitere Varianten folgen. Am Anfang steht Alpha, am Ende Omega, der letzte Buchstabe des Alphabets.

Von diesen Buchstaben soll hier die Rede sein, denn davon wird im letzten Buch der Bibel erzählt. An drei Stellen in der Offenbarung ist von ihnen zu lesen, am Anfang und am Ende. Johannes schreibt auf, wie sich Gott und Jesus mit diesen Buchstaben vorstellen: „Ich bin das Alpha und das Omega“. Jesus fährt dann auch folgerichtig fort: „Ich bin der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende“ (Offenbarung 22,13).

Alpha und Omega sind also auch eine Bezeichnung, eine Bezeichnung dafür, wer Gott ist, und was er ist. Vor ihm war niemand und nach ihm wird auch niemand kommen.

Aber was ist mit den Buchstaben dazwischen?

Die Offenbarung erzählt viel von dem, was zwischen Anfang und Ende ist. Dabei wird auch nicht verschwiegen, dass es Leid, Krankheit und Tod gibt, Krieg und Katastrophen, Verführung und Machtspiele. Omikron in seinen Varianten wird nicht verschwiegen. Und wir selber finden uns wieder, mittendrin: Menschen, die sich als ein Teil der Gemeinschaft mit Gott verstehen; Menschen, die Gott nicht verstehen und von den Geschehnissen in unserer Welt überrollt werden; Menschen, die Gott nicht kennen oder nicht kennen wollen. Aber immer sind wir in dem Raum und der Zeit, die von Gott umschlossen sind.

Und wenn dann Omega kommt, das Ende, ist es dann aus mit uns?

Gott ist nicht nur Omega, sondern immer auch Alpha. Er ist nicht nur das Ende, sondern bleibt immer Anfang und Ursprung – auch für uns. Gott macht neu, beginnt neu – mit uns.

Bei Gott müssen wir nicht mit Mutationen rechnen. Er ist Alpha und Omega am Anfang und am Ende.

Ihr Pfarrer 

Matthias Krämer