Allgemeines

Der Pfarrbezirk um die Martin-Luther-Kirche umfasst derzeit ca. 2060 Gemeindeglieder und erstreckt sich von der Bahnlinie im Westen zur Karl-Jaggy-Straße im Osten. Das Wohngebiet Blumenküche und Teile des Neubaugebietes "im Öschle" liegen ebenso in seinem Bezirk wie das Mössinger Schulareal incl. KBS. Die Pfarrstelle wird von Pfarrer Uwe Braun-Dietz und Pfarrerin  Frauke Dietz in Stellenteilung versehen.

Die Martin-Luther-Kirche - eine für alles

 

Gottesdienste, Gemeindefeste, Konzerte und Ausstellungen, Tagungen, Kreise und Gruppen, Krabbelkinder, Kinderkirche und noch mehr - all das hat Platz in der Martin-Luther-Kirche. Mulifunktional nutzbar kann der Gottesdienstraum bis zu 400 Personen Platz bieten, genauso aber auch ca. 170 Menschen an Tischen unterbringen. Auf der großen Bühne singen unsere Chöre genauso wie sich der Martin-Luther-Kindergarten am Gottesdienst beteiligt. Bei Bedarf kann die Kirche komplett leergeräumt oder einfach die Bestuhlung um 90 Grad für Konzerte gedreht werden. Weiterhin in der Kirche: Drei Gruppenräume für Gruppen von 5 bis 50 Personen und seit 2004 der erste Krabbelraum einer Evangelischen Kirche im Steinlachtal - mit fast 3mFensterfläche in den Gottesdienstraum und Schallschutzfenstern, damit Eltern mit Kleinkindern wirklich entspannt den Gottesdienst mitfeiern können - eben eine für alles!

Angedacht

Wendet euer Herz ihm zu

Schlechte Zeiten für den Glauben: Wenig Interesse bei der Bevölkerung, korrupte Geistliche, die ihr Amt missbrauchen, nichts mehr los im Gotteshaus, weil keiner mehr etwas von den Gottesdiensten erwartet. „In jener Zeit kam es nur noch selten vor, dass Gott zu einem Menschen sprach.“ Es klingt, als würde damit unsere heutige von Skandalen geschüttelte Kirchenlandschaft beschrieben. Aber nein, so wird im 1. Samuelbuch ein Zeitabschnitt vor dreitausend Jahren beschrieben. Unter diesen negativen Vorzeichen tritt der junge Samuel an.

Gott hat ihn berufen, um einen Neuanfang zu ermöglichen. Samuel ist in der Lage, auf Gottes Stimme zu hören. Trotzdem dauert es noch zwanzig Jahre, bis sich das Volk Gott wieder zuwendet und auf Samuels Aufforderung hört: „Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu, und dient ihm allein.“ (1. Samuel 7,3; Monatsspruch für März)

Nach biblischem Verständnis ist das Herz das Zentrum unserer Persönlichkeit. Leidenschaftlich sollen wir nach Gott fragen, mit allen unseren Kräften, mit unserem Verstand und mit unseren Gefühlen. Gott möchte und Gott soll die Nummer eins in unserem Leben sein. Israel gelang damals die Umkehr zu Gott. Das hatte positive Auswirkungen auf die Einzelnen, auf das Zusammenleben in der Gesellschaft und auf das friedliche Miteinander mit den Nachbarvölkern.

So wie Israel im Laufe der Geschichte Gott abhanden kam, kann auch uns im Lauf eines Lebens mit Höhen und Tiefen die Orientierung auf Gott verloren gehen. Anderes wird immer wichtiger und nimmt den ersten Platz ein, der eigentlich Gott gehören sollte. Gut tut uns das nicht, aber es passiert. Ja, es ist ein Massenphänomen in unserer Zeit geworden. Deshalb ist der dreitausend Jahre alte Umkehrruf von Samuel nach wie vor aktuell: „Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu, und dient ihm allein.“ Hoffentlich dauert es bei uns weniger als zwanzig Jahre, bis wir darauf hören!

Herzlich grüßt Sie Ihr Pfarrer

Joachim Rieger