Neues Gesangbuch: Top 5 gesucht

Schick uns Dein Lied!

 „Lobe den Herrn“ oder „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“? „Anker in der Zeit“ oder „Von guten Mächten“? Welches Lied singen Sie am liebsten im Gottesdienst? Was ist Ihr persönlicher Hit? Genauer gefragt: Was ist Ihre TOP 5? Denn genau die suchen wir. Und zwar für das neue Gesangbuch, das bis 2030 erscheinen soll. Zunächst digital, später auch in gedruckter Form.

Dabei können Sie uns unterstützen. Schicken Sie uns Ihre Lieblingshits und zwar von Platz 1 bis 5.

Also genau die Songs, die auf jeden Fall im neuen Gesangbuch stehen müssen. Ab Sonntag, 2. Mai, sind die Leitungen freigeschaltet. Dann können Sie im Internet auf der Seite www.ekd.de/top5 drei Monate lang Ihre Vorschläge eintragen.

Aus allen genannten Liedern wird eine gemeinsame TOP 5 gebildet, die Sie voraussichtlich Ende dieses Jahres in der Liederapp „Cantico“ finden.

Das neue „Gesangbuch“ wird viele Hintergrundinfos und deutlich mehr Lieder enthalten. Auf der Website www.ekd.de/evangelisches-gesangbuch finden Sie viele weitere Informationen zur Entstehung des neuen Gesangbuchs, die Geschichte des evangelischen Gesangbuchs und ein Anmeldeformular für den E-Mail-Newsletter, der regelmäßig erscheint.

Angedacht

Wir beten

Rudolf Epp: Das Morgengebet. (Quelle: Wikipedia.de)

Der Glaube an Gott ist etwas sehr Persönliches – das ist richtig.

Das Reden mit Gott ist etwas sehr Persönliches – das ist wichtig.

Jesus selbst hat sich immer wieder ganz allein zurückgezogen, um zu beten und mit seinem Vater in Kontakt zu bleiben. Und doch ist Glaube und Gebet mehr und größer.

Als Jesus nach seiner Auferstehung Maria von Magdala begegnet, sagt er: „Ich gehe zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.“ Jesus nimmt uns in seine persönliche Beziehung zu Gott mit hinein und bringt auch uns in dieser Gemeinschaft zusammen wie in einer Familie. Deshalb sprechen wir in jedem Gottesdienst gemeinsam das Gebet, das wir von Jesus gelernt haben: „Vater unser“.

In anderen Veranstaltungen können wir klatschen, wenn uns gefällt, was ein Redner oder eine Rednerin sagen. Beim Gebet geht es nicht darum, einer Person zu applaudieren, aber sehr wohl darum, dem Inhalt eines Gebetes zuzustimmen, ein Gebet zu meinem Gebet zu machen, zu unserem gemeinsamen Gebet. Wir haben deshalb den Brauch aus der Bibel übernommen, laut (oder manchmal auch leise) „Amen“ zu sagen und zu singen: „Ja, so soll es sein!“

Gerade im Gottesdienst erlebe ich: Auch wenn ich glaube, bin ich nicht allein; auch wenn ich bete, bin ich nicht allein. Deshalb können auch andere Personen mit mir und für mich, mit uns und für andere beten. Es sind vielleicht nicht meine Anliegen, die vor Gott gebracht werden, aber ich kann sie zu meinen Anliegen machen, weil sie anderen wichtig sind, und weil es im Gebet nicht nur um mich, sondern um alle Menschen und die ganze Welt und um Gott geht.

Wir beten – miteinander und füreinander.

 

Ihr

 

Matthias Krämer

 

 

Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen

und wird vom Dunkel überweht.

Am Morgen hast du Lob empfangen,

zu dir steigt unser Nachtgebet.

 

Die Erde rollt dem Tag entgegen;

wir ruhen aus in dieser Nacht

und danken dir, wenn wir uns legen,

dass deine Kirche immer wacht.

 

Denn unermüdlich, wie der Schimmer

des Morgens um die Erde geht,

ist immer ein Gebet und immer

ein Loblied wach, das vor dir steht.

 

Die Sonne, die uns sinkt, bringt drüben

den Menschen überm Meer das Licht:

und immer wird ein Mund sich üben,

der Dank für deine Taten spricht.

 

So sei es, Herr: die Reiche fallen,

dein Thron allein wird nicht zerstört;

dein Reich besteht und wächst, bis allen

dein großer, neuer Tag gehört.

 

(Evangelisches Gesangbuch Nr. 266)