CVJM-Aiblesfest

Wir freuen uns sehr, dass nach langer coronabedingter Pause wieder Veranstaltungen stattfinden können, und so laden wir Sie besonders herzlich zum diesjährigen AIBLESFEST-Wochenende ein.

Der Posaunenchor, der ja dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, wird das Wochenende am Samstag um 19.00 Uhr mit einer musikalischen Abendandacht eröffnen.

Am Sonntag findet dann um 10.30 Uhr der Festgottesdienst im Aible statt. Im Anschluss daran laden wir zum Mittags-Snack, zu Geselligkeit und zum sich treffen ein – und das geht auch mit Abstand zu Herzen.

24. Juli, 19.00 Uhr

Serenade des Posaunenchores

Am Vorabend des Aiblesfestes laden die Bläserinnen und Bläser des CVJM Posaunenchores zu einer musikalischen Abendandacht unter dem Motto „Vertrauenssache Glaube“ ein.
Die Bläserinnen und Bläser haben nach langer Pause ihre Probenarbeit wieder aufgenommen und studieren vorrangig in Outdoorproben Arrangements alter und neuer Musik für Blechbläser ein. Die Zuhörer dürfen bei den gemeinsamen Liedern aus vollem Herzen mitsingen. Mitglieder des Chores führen mit unterschiedlichen Gedankenansätzen zum Thema „Vertrauen“ durch den musikalischen Abend.

Freuen Sie sich also wieder auf Bläserklänge „aus vielen Rohren“ und Mut machende Worte. Beides wird Sie motivieren, wieder neu zu vertrauen.
Wir hoffen auf wunderschönes Sommerabendwetter. Sollte das Wetter so schlecht sein, dass auch der große CVJM-Schirm nicht mehr helfen kann, dann muss die Abendandacht leider ausfallen, da in Innenräumen aufgrund des erforderlichen Abstandes nicht alle Bläser:innen untergebracht werden könnten.

Herzliche Einladung! Die Bläserinnen und Bläser freuen sich auf Ihr Kommen!

25. Juli

Festsonntag im Aible

Im Festgottesdienst um 10.30 Uhr im Aible dürfen wir auf weitere Einblicke in die „Vertrauenssache Glaube“ gespannt sein. Als Referent konnten wir Martin Grauer gewinnen. Er ist Vikar in Unterjettingen und hat letztes Jahr beim „Online-CVJM-Wochenende“ so spannend referiert, dass klar ist: seine Predigt am Aiblesfest darf man auf keinen Fall verpassen!
Im Rahmen des Gottesdienstes werden auch die Mitarbeiter der Sommerfreizeiten durch Pfarrer Joachim Rieger ausgesandt. Musikalisch wird der Gottesdienst vom Posaunenchor mitgestaltet und bereichert.

Im Anschluss an den Gottesdienst bietet das Aible viel Raum, um andere zu treffen und sich - wenn die Regelungen es zulassen - bei einem Mittags-Snack wieder neu zu begegnen. Anders gesagt: um das zu genießen, was wir alle so lange vermisst haben.
Für die Jüngeren ist die am Platz vorbeifließende Steinlach ein natürliches Spieleparadies, das wir durch Spielstationen und die beliebte Hangrutsche ergänzen möchten.

Wir laden Sie ein, diese „zurückgewonnenen“ Möglichkeiten wieder ganz bewusst mitzuerleben.

Angedacht

Nur was ich liebe…

Die Begeisterung war groß: „Ich seh‘ ihn! Ich seh‘ ihn! Oh! Er fällt gleich raus!“ Die Reliklasse war an der Martin-Luther-Kirche zum Thema „Gottes Schöpfung“ und die Kinder hatten oben im Turm eines der Turmfalkenjungen entdeckt. Jetzt beobachteten sie es fasziniert beim Flügelschlagen.

Danach ging es weiter. „Tschilp – Tschilp“ hörten die Kinder. „Was ist das für ein Vogel?“ Einer wusste es: „Ein Spatz!“ und plötzlich sahen und hörten ihn alle, entdeckten das Nest, sahen mit leuchtenden Augen Schmetterlinge, Bienen, Ameisen und immer mehr verschiedene Pflanzen wachsen und blühen.

Die lange Zeit des Homeschooling am Computer hat, so mein Eindruck, bei den Kindern eine regelrechte Sehnsucht nach echten, realen Sinneseindrücken und nach Begegnungen ausgelöst. Als wollten sie all das nachholen an gemeinsamen Entdeckungen, was ihnen in den letzten Monaten verwehrt war. Und während des Laufens herrschte deshalb auch ein unaufhörlicher Redefluss.

Für mich bestätigte sich wieder: Echte Begegnungen sind durch nichts zu ersetzen und kein digitales Medium schafft das, was solch ein Spaziergang an Eindrücken und Wahrnehmungen ermöglicht.

Solche Eindrücke sind letztlich auch die Basis für echtes Leben, Empathie, Freude und Glück.

Vom Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz stammt der Satz: „Nur was ich kenne, kann ich lieben. Nur was ich liebe, kann ich schützen“.

Recht hat er! Die nächste Generation kann diesen wunderschönen Planeten nur schützen, wenn sie ihn kennt, wenn sie die Natur wahrnimmt und kennenlernt, die Tiere sieht und versteht, was sie tun. Begegnen, wahrnehmen, staunen, lieben lernen sind Voraussetzung dafür, etwas zu schützen und zu bewahren.

Das gilt auch im weiteren Sinn: Nur wenn wir uns wahrnehmen und uns begegnen, bringt uns das zueinander. Die sozialen Medien sind immer anfällig für Missverständnisse und fehlende echte Begegnung führt schnell zu „Shitstorms“ und Verrohung im digitalen Umgang.

Zum Digitalisierungsschub brauchen wir deshalb viel stärker noch einen Wahrnehmungsschub - gerade nach der Pandemie. Im öffentlichen und kulturellen Leben, in der Gemeinde und auch im Gottesdienst: Echte Treffen sind wichtig. Ein Onlineangebot ersetzt analoge Begegnungen nie ganz. Das weiß jede und jeder nach all den Skype-, Zoom- und Teams-Meetings der letzten Zeit.

Gut deshalb, dass die Kinderkirchen und Teenykirche wieder starten und dass auch Chöre, Gruppen und Kreise wieder Räume und Möglichkeiten zur echten Begegnung haben. Das gehört zum Wesen von Gemeinde und entspricht dem Wesen Gottes. Denn schließlich sucht ja auch Gott immer die echte, wirkliche Begegnung mit uns.

Wozu wurde er sonst Mensch?

Einen fröhlichen Sommer und bis denne!

Ihre und eure Pfarrerin 

Frauke Dietz