BeSINNung in BeWEGung

Brücken bauen

Willst Du mit uns Brücken bauen? Dann komm, und lass dich bewegen…

Herzliche Einladung zu den Brückentagen am Samstag, 17. Oktober und Samstag, 31. Oktober von 9.30 bis 13.00 Uhr im Gemeindehaus Mittelgasse 19.

Mit Hilfe von Brücken gelingt es, Gräben und andere Abstände zu überwinden und einander zu begegnen. Mit Tanz, Text und Brückenschlag werden wir die Tage gestalten.

Für stabile Brücken braucht es tragende Fundamente. Deshalb bitte ich um Anmeldung für das gesamte Seminar per email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon: 07473-3475.

Wir werden die Hygienevorgaben für das Gemeindehaus beachten und Abstand beim Tanzen halten. Wer etwas für die Kaffeepause beisteuern möchte, kann dies gerne bei der Anmeldung mitteilen.

Veronika Kroll

Angedacht

Zum Wohle aller

Der Monatsspruch für Oktober – schon lange vor der Corona-Pandemie ausgewählt – gibt uns aus meiner Sicht wertvolle Hinweise für den Umgang mit der momentanen Situation: „Suchet das Wohl der Stadt und betet für sie zum HERRN; denn in ihrem Wohl liegt euer Wohl!“ (Jeremia 29,7, Einheitsübersetzung). Das Wort „Wohl“ gefällt mir. Schon sein Klang verrät viel darüber, worum es geht: Wenn sich jemand „wohl“ fühlt, dann weiß er sich angenommen, dann fühlt er sich geborgen, dann geht es ihm gut. Nun geht es hier darum, dass wir auf das Wohl der anderen bedacht sein sollen, das Wohl einer ganzen Stadt – wir nennen das treffenderweise „Gemeinwohl“.

Viele Menschen haben in den vergangenen Monaten das Gemeinwohl vor ihr eigenes Wohl gestellt, allen voran Menschen, die im Gesundheitswesen, in der öffentlichen Ordnung und im Bereich von Bildung und Erziehung tätig sind. Wir merken aber auch, dass es auf die Länge der Zeit eine ganz schöne Herausforderung ist, aufeinander Acht zu haben, uns gegenseitig zu schützen, das Wohl der Schwächeren mehr zu achten als die eigene Freiheit. Doch gerade darum wird es die nächsten Monate gehen.

Nun sagte der Prophet Jeremia diese Worte seinen jüdischen Landsleuten, die nach Babylonien verschleppt worden waren. Babylon war zur damaligen Zeit vermutlich die größte Stadt der Welt. Der Prophet spricht also nicht nur das Gemeinwohl einer überschaubaren Kleinstadt an. In unserer globalisierten Welt bedeutet das, dass für uns Christen das weltweite Gemeinwohl nicht aus dem Blick geraten sollte. Anderen Ländern geht es in der Pandemie ungleich schlechter als uns. Hilfsorganisationen und Missionswerke brauchen weiterhin unsere finanzielle und ideelle Unterstützung. Und durch bewusstes Konsumverhalten können wir wenigstens einen kleinen Beitrag zum Gemeinwohl in anderen Ländern beitragen.

Angesichts der riesigen Herausforderungen scheint mir aber die zweite Aufforderung des Propheten umso wichtiger: „Betet für sie zum HERRN!“ Lasst uns um kluge Entscheidungen der Verantwortlichen beten. Lasst uns darum beten, dass bald für alle Menschen wirksame Mittel gegen das Virus gefunden werden, lasst uns für die Menschen beten, die Angehörige verloren haben, deren Gesundheit angegriffen ist, die wirtschaftlich kaum über die Runden kommen. Lasst uns Gott darum bitten, dass er der Pandemie ein Ende macht, lasst uns darum bitten, dass wir Menschen aus den gemachten Erfahrungen die richtigen Konsequenzen ziehen und neu Gottvertrauen lernen.

Für das Wort „Wohl“ steht im hebräischen Text dreimal das Wort „Schalom“, das wir gerne mit Frieden übersetzen, das aber viel mehr umfasst: Gesundheit, Sicherheit, Unversehrtheit, Ruhe und Heil. Diesen Frieden, dieses Wohl können wir letztendlich nicht selbst hervorbringen, es ist ein Geschenk Gottes, um das wir bitten können und sollen.

Seien Sie von Gott wohl behütet!

Ihr Pfarrer Joachim Rieger