Benefizkonzert für die Rumänienhilfe

In Mössingen-Belsen findet am Sonntag, 1. März, 17.00 Uhr im Gottlieb-Schwarz-Gemeindehaus ein Benefizkonzert mit Kammermusik für die Rumänienhilfe statt.

Auf dem Programm stehen die Sonate G-Dur, KV 301, für Violine und Klavier von Wolfgang Amadeus Mozart und das Klavierquintett A-Dur, D 667, das „Forellenquintett“ von Franz Schubert. Zum Klavier treten hier Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass. In Reclams Kammermusikführer lesen wir: „Alles in dieser Schöpfung ist Frühling und heller Tag, … und die Welt hebt an zu singen.“ Im 4. Satz, einem Variationensatz, erklingt das Thema des bekannten Schubert-Liedes „Die Forelle“, das dem Werk seinen Namen gab.

Die Ausführenden sind: Hildegard Kittel, Violine, Jörg Stübler, Viola, Carmen Sirotek, Violoncello, Frank Morgenstern, Kontrabass, Christa Stolzenburg, Klavier.

Der Eintritt ist frei. Herzlichen Dank für eine Spende für die Rumänienhilfe.

Siegfried Schanz

Angedacht

Unabhängig

„Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte“, schreibt Paulus im 1. Korintherbrief 7,23 (Monatsspruch für Februar).

Billig war es für Gott nicht, uns von der Macht der Sünde und des Todes freizukaufen. Da wurden keine virtuellen Werte spekulativ verschoben, da gab ein Mensch sein Leben ganz konkret für uns hin. Gott hat gewissermaßen bar bezahlt. Durch den Opfertod von Jesus am Kreuz hat Gott für uns seinen größtmöglichen Einsatz gegeben. Wir sind von Gott geliebt und für ihn unendlich wertvoll. Weil wir Gott so unendlich wertvoll sind, sollen wir ihm gehören und nicht anderen Menschen.

Sicher leben wir in Abhängigkeitsverhältnissen von anderen Menschen in der Familie, im Berufsleben, in der Gesellschaft. So lange diese Verhältnisse nicht ungesund und ausbeuterisch sind, ist das völlig normal und gehört zum Leben dazu. Trotzdem warnt uns Paulus davor, uns von anderen Menschen abhängig zu machen: „Werdet nicht der Menschen Knechte.“ Unsere innige Beziehung zu Gott soll uns innerlich unabhängig machen von anderen Menschen. Der Glaube an Gott schließt das Vergöttern von Menschen aus.

„Was denken wohl die Leute?“, ist ein häufig ausgesprochener und noch häufiger gedachter Satz, der uns unnötig abhängig macht von anderen. Es ist nicht wichtig, was andere Menschen von uns denken, sondern was Gott von uns denkt. Das ist mehr als trotzig nach dem Motto zu leben: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt's sich völlig ungeniert.“ Das ist Freiheit vom Urteil anderer Menschen im Wissen, dass das letzte Urteil sowieso nur Gott zusteht. Paulus möchte uns die Freiheit gönnen, die wir durch den Glauben bekommen. Wir sollen uns doch nicht zu Sklaven von Modetrends, von Leistung und Können, von Besitz und Geld machen lassen. Genießen wir doch die Freiheit, für die Jesus Christus ganz schön teuer mit seinem Leben in bar bezahlt hat! Er gönnt sie uns!

Herzliche Grüße,

Ihr Pfarrer

Joachim Rieger