Neuer Kirchengemeinderat eingesetzt    

Zehn neue Gesichter im Gremium

Am 19. Januar wurde der neue Kirchengemeinderat in der Johanneskirche feierlich in sein Amt eingesetzt. Zehn der 15 Kirchengemeinderätinnen und -räte sind dabei neu im Gremium.

Dr. Nadja Eisold, Marcus Riethmüller, Maria Schanbacher, Benedikt Müller, Ira Boll, Petra Matt, Kerstin Metzger, Silvia Phleps, Dr. Dagmar Hägele, Heide Buck, Mechtild Pflumm, Dorothee Kemmler, Jakob Stoll, Peter Schürg und Roland Schäfer (im Bild v.l.n.r.) werden künftig mit Pfarrern, Pfarrerin und Kirchenpflegerin gemeinsam die Gemeinde leiten.

Mit Dank aus ihrem Amt verabschiedet wurden Hans-Rainer Fritz, Claudia Haigis, Gebhard Haug, Holger Klinkmüller, Susanne Strauß, Gerhard Nill, Christa Herter, Johanna Walz, Florian Kühnberger und Dr. Christa Birkenmaier.

Eine besondere Ehrung der Landeskirche wurde dabei Hans-Rainer Fritz zuteil: Für dreißig Jahre Zugehörigkeit zum Kirchengemeinderat verlieh ihm Pfarrer Joachim Rieger im Auftrag des Landesbischofs die Johannes-Brenz-Medaille in Bronze.

Zum neuen 2. Vorsitzenden des Kirchengemeinderats und Nachfolger des bisherigen Laienvorsitzenden Gebhard Haug wurde in der konstituierenden Sitzung des Gremiums Benedikt Müller gewählt. Er ist mit 31 Jahren der bislang jüngste Kirchengemeinderatsvorsitzende in der Geschichte Mössingens und gleichzeitig mit zwei Amtsperioden momentan der dienstälteste Kirchengemeinderat.

In den nächsten Wochen wird das neue Gremium seine Arbeit aufnehmen und im April dann auf eine erste Klausurtagung gehen.

Angedacht

Unabhängig

„Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte“, schreibt Paulus im 1. Korintherbrief 7,23 (Monatsspruch für Februar).

Billig war es für Gott nicht, uns von der Macht der Sünde und des Todes freizukaufen. Da wurden keine virtuellen Werte spekulativ verschoben, da gab ein Mensch sein Leben ganz konkret für uns hin. Gott hat gewissermaßen bar bezahlt. Durch den Opfertod von Jesus am Kreuz hat Gott für uns seinen größtmöglichen Einsatz gegeben. Wir sind von Gott geliebt und für ihn unendlich wertvoll. Weil wir Gott so unendlich wertvoll sind, sollen wir ihm gehören und nicht anderen Menschen.

Sicher leben wir in Abhängigkeitsverhältnissen von anderen Menschen in der Familie, im Berufsleben, in der Gesellschaft. So lange diese Verhältnisse nicht ungesund und ausbeuterisch sind, ist das völlig normal und gehört zum Leben dazu. Trotzdem warnt uns Paulus davor, uns von anderen Menschen abhängig zu machen: „Werdet nicht der Menschen Knechte.“ Unsere innige Beziehung zu Gott soll uns innerlich unabhängig machen von anderen Menschen. Der Glaube an Gott schließt das Vergöttern von Menschen aus.

„Was denken wohl die Leute?“, ist ein häufig ausgesprochener und noch häufiger gedachter Satz, der uns unnötig abhängig macht von anderen. Es ist nicht wichtig, was andere Menschen von uns denken, sondern was Gott von uns denkt. Das ist mehr als trotzig nach dem Motto zu leben: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt's sich völlig ungeniert.“ Das ist Freiheit vom Urteil anderer Menschen im Wissen, dass das letzte Urteil sowieso nur Gott zusteht. Paulus möchte uns die Freiheit gönnen, die wir durch den Glauben bekommen. Wir sollen uns doch nicht zu Sklaven von Modetrends, von Leistung und Können, von Besitz und Geld machen lassen. Genießen wir doch die Freiheit, für die Jesus Christus ganz schön teuer mit seinem Leben in bar bezahlt hat! Er gönnt sie uns!

Herzliche Grüße,

Ihr Pfarrer

Joachim Rieger