Tango und Wein aus Argentinien mit Duo Rouge

Mehr Argentinien geht nicht!

Zu einem ganz besonderen Ereignis lädt das Kantorat Mössingen gleich zu Beginn des neuen Jahres ein. Das Duo Rouge, eine Tangoformation aus der argentinischen Provinz Córdoba ist am Samstag, den 11. Januar 2020 um 19:00 Uhr im Gemeindehaus Mittelgasse zu Gast. Die beiden Musiker, Silvia Ángles (Klavier) und Sebastián Olmedo (Violine) sind enge persönliche Freunde von Kantor Nikolai Ott.

Angles, Olmedo und Ott verbindet eine lange und tiefe Freundschaft und Zusammenarbeit, seitdem Ott 2006 ein Jahr in Argentinien gelebt und von beiden am Konservatorium unterrichtet worden ist.

Das Duo beschäftigt sich seit vielen Jahren mit argentinischer Folklore, allem voran dem Tango Argentino in allen seinen Ausprägungen. Aus dieser Beschäftigung heraus und in Verbindung mit der Musik der klassischen Moderne rührten in der Vergangenheit zahlreiche verrückte Konzerte und Konzertformate, die tief in die argentinische Seele blicken lassen. Dazu gibt es verschiedene Rotweine aus den Hochlagen der argentinischen Anden, wie sie sonst nirgends auf der Welt wachsen. Mehr Argentinien geht nicht!

Nikolai Ott

Angedacht

Ja-Engel und Nein-Engel

Engel - Anderer Advent e.V.

Weihnachtszeit ist Engelzeit. Überall sieht man süße Putten oder Rauschgoldengel. An Heiligabend bevölkern unzählige wunderschön weißgewandete Weihnachtsengel die Krippenspiele. Engel zum Basteln, zum Aufstellen oder an den Christbaum hängen – die himmlischen Flügelwesen, seit Kindertagen durch Lieder und Gedichte vertraut, gehören einfach dazu.

Aber was sind Engel eigentlich und wie ist das mit den Flügeln?

Es gibt in der Bibel tatsächlich einige Engel, die haben Flügel. Die Seraphen aus Jesaja 6, die im Himmel Gott beständig loben.

Aber das war’s auch schon. Der Rest der biblischen Engel kommt recht bodenständig daher. Die Cheruben zum Beispiel bewachen in 1. Mose 3 mit Schwertern das Paradies. Mit denen legt man sich besser nicht an.

Auch der Erzengel Michael trägt ein Schwert. Braucht er wohl auch als Anführer des himmlischen Heeres, das am Ende der Zeit den teuflischen Drachen besiegt (Offb 12).

Raphael ist der sprichwörtliche Schutzengel, der im Buch Tobit den Tobias begleitet und Gabriel ist Gottes Oberbotschafter schlechthin. Er sagt dem alten Zacharias, dass er noch Vater wird und später Maria, dass sie Gottes Sohn zur Welt bringt (Lk 1). In ähnlicher Funktion erleben wir auch die Engel auf dem Feld bei Jesu Geburt (Lk 2,10) und an Ostern nach seiner Auferstehung (Mt 28,5). Sie bringen frohe Botschaft, tragen Gottes großes „Ja“ zu uns Menschen.

Es gibt aber neben den „Ja-Engeln“ auch „Nein-Engel“: Den Engel zum Beispiel, der im 4.Mose 22 Bileam entgegentritt, damit der nicht in sein Verderben rennt, oder den, der im 1.Mose 22 Abraham davon abhält, seinen Sohn Isaak zu opfern. 

Ich finde beide Arten von Engeln sehr wichtig. Zum einen brauchen wir immer wieder jemanden, der „Ja“ zu uns sagt und der uns auch Gottes „Ja“ verkündigt. Dafür steht der Weihnachtsengel, wenn er ruft: „Fürchtet euch nicht!“ Zum anderen braucht unsere Welt aber auch Nein-Engel, Engel, die stand halten und aushalten, solche, die Einhalt gebieten und zur Umkehr rufen. Vor allem sie haben es oft nicht leicht, weht ihnen doch immer wieder Eiseskälte und Hass entgegen.

Wenn wir also in den Weihnachtstagen die vielen putzigen und süßen Engelsfiguren sehen, dann weisen sie uns auf die eigentlichen Engel hin, die Ja-Engel genauso wie die Nein-Engel.

Diese finden sich übrigens überall – und sie haben praktisch nie Flügel. Überall, wo Menschen Gottes „Ja“ zu uns und sein „Nein“ zu Unrecht und Leid leben und zeigen, sind sie seine Boten mitten in dieser Welt. Nichts anderes bedeuten nämlich das hebräische Wort „mal’ak“ und das griechische „angelos“, als schlicht „Bote“.

Pfarrer Christoph Blumhardt sagte einst seinen Gästen zum Abschied immer: „Ich geb‘ dir einen Engel mit!“ Ich denke, er meinte damit genau solche Ja- und-Nein-Engel, egal ob mit oder ohne Flügel.

Auch ich wünsche Ihnen und euch solche Engel zur Seite und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Bis denne!

Frauke Dietz